Da ich bereits einen Job Anfang November in Banff gefunden habe, gab es für mich keinen Grund nach Toronto weiterzuziehen. Wie sich mein Tagesablauf und meine Freizeit durch die neue Arbeit verändert

hat und wie ich mich in Banff zurecht finde erfahrt ihr hier.

Meine Arbeit im Fairmont

Als ich mich entschlossen hatte auf der Job Fair in Banff auch nach einer Stelle in einem exklusiven Hotel nachzufragen, dachte ich nicht daran, dass ich wirklich später hier arbeiten würde. Vor allem weil ich mir vorgenommen hatte nicht in der Gastronomie oder dem Hotelgewerbe wie in Deutschland mein Geld zu verdienen.

Da ich an zwei Tagen allerdings auch mehrere Bewerbungen über das Internet verschickt hatte, kam ich nicht drum herum eine Bewerbung im Fairmont einzureichen. Zwei Tage später bereits hat sich die Human Resources Abteilung bei mir gemeldet und mir vorgeschlagen sich für ein Vorstellungsgespräch zu treffen. Da das Fairmont auch gleichzeitig der erste Arbeitgeber war der sich bei mir gemeldet hat, dachte ich mir es könnte nicht schaden das Vorstellungsgespräch wahrzunehemen.

Etwas Aufregung war natürlich auch dabei, denn mein erstes Vorstellungsgespräch würde ich auf englisch bestehen müssen. Eine gute Vorbereitung war also ein Muss und ich ging guten Mutes zu dem Bewerbungsgespräch. Anscheinend habe ich einen ganz guten Eindruck hinterlassen, denn bereits am nächsten Tag wurde mir die Bestätigung für die Stelle als Room Attendant erteilt.

Doch bis zum Beginn der Arbeit würde noch einige Zeit vergehen, denn zu erst wurden noch meine Referenzen kontaktiert und der nötige Papierkram erledigt.

Gestartet wurde dann allerdings auch nicht mit der Arbeit, sondern mit zwei Orientation Days an denen den neu eingestellten die Hotelstruktur und -philosophie sowie das Unternehmen Fairmont vorgestellt wurde. Dazu kamen unsere Vorteile als Angestellten im Fairmont.

Am dritten Tag wurde unsere Gruppe in die verschiedenen Abteilungen geteilt und ich wurde mit den anderen Room Attendants auf unsere Arbeit vorbereitet und mit den verschiedenen Richtlinien vertraut gemacht.

Nachdem ich nun bereits einen Monat als Room Attendant gearbeitet habe, kann ich sagen, dass die Arbeit komplett anders ist als ich mir diese vorgestellt habe. Da ich als Zimmermädchen immer nur junge phillipinische Frauen gesehen hatte, dachte ich die Arbeit kann schon nicht so anstrengend sein. Bereits nach den ersten Tagen ist mir aufgefallen wie sehr ich mich geirrt hatte. Die Arbeit ist sehr anstrengend und es wir von uns erwartet am Tag bis zu 15 Zimmer zu säubern. Vor allem meine Knie taten am Anfang weh, denn ich war es nicht gewöhnt vor den Badewannen zu knien um diese zu säubern. Da das Hotel in dem ich arbeite kein normales sondern ein sehr exklusives ist, gibt es sehr viele Details zu beachten. Trotz der vielen Arbeit und der Anstrengung die Betten zu machen  und die Bäder zu putzen, habe ich mich doch sehr an die Arbeit gewöhnt und freue mich sehr als Teil des Fairmonts tätig zu sein. Vor allem die vielen Vorteile in der Fairmont Gruppe angestellt zu sein erleichtern die Arbeit sehr.

 

Meine Freizeit 

Neben der Arbeit habe ich auch sehr viel freie Zeit die ich hier verbringen kann. Da vor allem in der Vorweihnachtszeit das Hotel nicht voll ausgelastet ist, habe ich häufig 3 Tage frei und im Moment sogar 5 Tage am Stück.

Problem ist dies allerdings nicht, denn hier in Banff gibt es sehr viel zu tun und mit den neuen Kollegen und Freunden gibt es immer was zu erleben.

Die meiste Zeit verbringe ich jedoch im nahen Ski Gebiet und um ehrlich zu sein, es gibt nichts im Moment was ich lieber tun würde als Snowboard fahren zu gehen. Die Aussicht von der Spitze des höchsten Berges ist einfach nur atemberaubend.

Da ich beschlossen hatte länger in Banff zu bleiben, habe ich mir sogar einen Ski Pass für die ganze Saison gekauft den ich jetzt so viel nutzte wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Auf verschiedenen Verkaufsgruppen der Region Banff habe ich dann auch die nötige Ausrüstung zum Snowboard fahren erworben und so steht den freien Tagen nichts im Weg diese im Ski Gebiet zu verbringen.

Toll ist allerdings auch, dass durch die kalten Temperaturen von -28 Grad im Moment alle Seen zugefroren sind und man auf diesen auch Schlittschuhlaufen kann. Das leihen von Schlittschuhen kostet zudem nur 5 Dollar (3,50 Euro) und ist somit wirklich sehr billig. Da ich die letzten Jahren nicht mehr viel gefahren bin hat es mich etwas Gewöhnung gebraucht bis ich mich nochmal sicher auf den Schlittschuhen gefühlt habe. Spaß hat es allerdings die ganze Zeit gemacht. Vor allem ist das Panorama um die Seen auch sehr toll.

Die restliche Zeit verbringe ich meistens mit meinen Freunden mit Billiard spielen. Ich habe zwar in Deutschland noch nie wirklich gespielt. Doch hier in Kanada gibt es eigentlich jeder Bar ein Billiard Tisch und es ist ein richtig toller Sport der sich gut mit einem Bier verbinden lässt.