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Victoria bis Port Hardy – Unsere Zeit auf Vancouver Island

dsc08235Nun ist es schon Mitte September und der Herbst ist unwiderruflich eingebrochen. Um noch vor dem nahenden Winter Vancouver Island besuchen zu können, machten wir uns gleich in der zweiten Woche dorthin auf. Was die Insel für uns zu bieten hatte, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Auf der Karte gesehen, liegt Vancouver Island sehr unscheinbar vor der Küste Vancouver´s und fällt auf den ersten Blick nicht als besonderer Ort auf. Doch die Insel, deren Größe mit Nordrhein-Westfalen vergleichbar ist, hat ungewöhnlich viel zu bieten.

Canadian Wildlife

Wenn man an einem kanadischen Highway plötzlich viele Autos am Rand stehen und keine mehr fahren sieht, weiß man Bescheid: es müssen Tiere auf oder bei der Straße unterwegs sein. So begegneten wir gleich an unserem dritten Tag einer riesigen Herde Elche, die Nahe der Straße grasten. Von einem Einheimischen erfuhren wir, dass man nur selten Elche in so großer Anzahl und so Nahe der Zivilisation zu sehen bekommt. So hatten wir großes Glück diese mächtigen Tiere – die Männchen mit riesigen Geweihen, die Jungen dicht bei ihren Müttern – zu sehen.

dsc07944Nur wenige Tage später sahen wir unsere ersten Bären in freier Wildbahn. Als wir uns gerade zum Picknicken an einem Fluss niedergelassen hatten, konnten wir zwei junge Schwarzbären beobachten, die auf der Suche nach Essbaren durch das seichte Wasser des anderen Ufers tapsten. Zum Glück lagen zwischen uns und den Tieren gute zwanzig Meter, dennoch machten die Bären aus der Entfernung einen friedlichen, fast schon niedlichen Eindruck.

Die ungewöhnlichste und beeindruckendste Begegnung mit der Natur hatten wir an den Stampfalls im gleichnamigen Provincial Park. Diesen Platz hatten uns Anwohner für´s Beobachten von springenden Lachsen empfohlen. Wir hatten die Erwartung nach langer Wartezeit mal einen oder zwei Fische springen zu sehen. Die Realität sah allerdings ganz anders aus:

In einem Video kaum einzufangen – ein unglaubliches Natur-Spektakel.

Der hohe Norden – Telegraph Cove, Port Hardy, Port McNeil

Auf der Landkarte höchstens einen Finger breit von Vancouver entfernt liegt das 20-Seelen-Dorf Telegraph Cove. In diesem malerisch in einer Bucht gelegenen Ort, gibt es viele Wasseraktivitäten wie Whale Watching oder Wander Kajak Touren.

Besonders schön gelegenes Haus bei Telegraph Cove

Besonders schön gelegenes Haus bei Telegraph Cove

Da uns diese Touren mit über 150 kanadischen Dollarn zu teuer waren unternahmen wir eine abenteuerliche Wanderung in der nahen Umgebung. Ein Local erzählte uns von den vielen Bären der Umgebung, die hier aber nicht in unser Gebiet eindringen, sondern hier wohnen würden. Er meinte nur wir sollten Ihnen genug Platz geben. Zum Glück kam es nicht zu einer Begegnung mit Bären, dafür konnten wir aber von einem Aussichtspunkt einige Wale beobachten, die in der Ferne auf- und wieder abtauchten.

Leider mussten wir erkennen, dass die zwei Städte Port Hardy und Port McNeil, deren Namen doch so vielversprechend klingen, an sich nicht besonders attraktiv sind. Dennoch hat sich der Trip in den hohen Norden der Insel sehr gelohnt. Die raue Küste, die dichten Küstenwälder und die artenreiche Tierwelt sind absolut lohnenswert zu entdecken.

Port Alberni und Umgebung

In der Gegend um Port Alberni verbrachten wir in etwa drei Tage. Das Highlight des Aufenthalts war der McMillan Provincial Park mit der Cathedral Cove. Hier waren bis zu 800 Jahre alte und über 70 Meter hohe Bäume zu bewundern. Ein wirklich erhabenes Gefühl durch diese Wälder zu laufen und die einzelnen Bäume zu bewundern die neben einem wie Wolkenkratzer in den Himmel ragen.

Des weiteren besuchten wir hier die Little Qualicum Falls und die hübsche Innenstadt  von Port Alberni.

Unsere grobe Reiseroute

Unsere grobe Reiseroute

Surfen in Tofino

Die kleine Stadt Tofino liegt an der Westküste der Insel. Dementsprechend rau ist hier der Einfluss des Pazifiks. Dies hat für Surfer aber einen großen Vorteil: es gibt schöne und große Wellen. Nicht umsonst ist der Ort einer von Kanadas beliebtesten Spots zum Wellensurfen.

So wollten wir uns diesen Spaß nicht entgehen lassen und meldeten uns kurz nach unserer Ankunft für eine Surfstunde an. Wir hatten Glück: unsere Gruppe umfasste nur drei Personen, sodass Adam unser Instructor jedem Einzelnen mehr helfen konnte. Dennoch waren wir überrascht wie viele Aspekte es doch zu beachten gibt, um schließlich sicher zur richtigen Zeit auf dem Brett zu stehen und eine Welle zu reiten. Nach einiger Trockenübung und vielen gescheiterten Versuchen klappte es aber immer besser und so machte es uns immer mehr Spaß.

Victoria

empress-hotel-1271401_640Noch britischer als Großbritannien wird die Hauptstadt von British Columbia im Süden der Insel genannt. Trotz des kurzen Aufenthaltes konnten wir dies nur bestätigen. Überall wo man hinsieht Pferdekutschen, rote Doppeldeckerbusse, gut gepflegte Rasen und die typisch britischen Bauwerke wie hier das Empress-Gebäude.

Hier in Victoria endete für uns der Trip nach Vancouver Island. Am 21. September nahmen wir von hier aus die Fähre, die uns in knapp zwei Stunden wieder nach Vancouver brachte.

Soviel zu unserem Trip auf die Insel! Bis bald!

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