Nachdem man die Bestätigung für das Working Holiday Visum bekommen hat, den Flug gebucht und sich somit einen Startpunkt herausgesucht hat, gibt es noch andere Dinge die man von zu Hause aus planen sollte.

Unterkunft

Egal zu welcher Zeit man ankommt, ein Ziel zu dem man sich begeben kann ist in jedem Fall ratsam.

Ob man sich für ein Hostel, Airbnb oder Homestay entscheidet hängt  schlussendlich mit den eigenen Anforderungen zusammen. Nur dass ihr für den Anfang sicher eine Unterkunft habt, ist unserer Meinung nach sehr wichtig.

Hostel

Diese Lösung ist mit Sicherheit die Beliebteste. Der finanzielle Aspekt ist hierbei entscheidend. Für schon etwa 30 Dollar bekommt man einen Platz in einem 4-Betten-Schlafsaal und ein bescheidenes Frühstück.

Ein weiterer Vorteil vom Hostel ist, dass man recht schnell Kontakt zu anderen Work & Travellern findet die sich möglicherweise bereits in der Stadt und Umgebung auskennen.

Oftmals gibt es in Hostels auch Gemeinschaftsschlafsäle in denen man sich schnell unter seinesgleichen befindet. Der Kontakt ist somit schnell hergestellt.

Ist man darauf angewiesen schnell Arbeit zu finden, so findet man in Hostels  häufig Blackboards mit Aushängen von kleinen Arbeitsmöglichkeiten bei denen man sein erstes Geld verdienen kann.

Außerdem gibt es in fast allen Hostels Prospekte der Stadt und Umgebung sodass man sich für Touren umfassend informieren kann.

Airbnb oder Homestay

Eine wirklich gute Alternative die man sich ruhig etwas genauer anschauen sollte.

Das Prinzip ist bei beiden Anbietern hierbei gleich.

Jeder kann sich als Host auf der Seite anmelden und eine beliebige Anzahl an Betten an Reisende vermieten. Dabei handelt es sich meist um einfache Zimmer. Ein Frühstück ist nur selten inklusive. Dafür darf man die Sanitäranlagen des Hosts nutzen. Darüber hinaus variiert das Paket das die Hosts anbieten. Ob er z.B. seine Küche zur Verfügung stellt liegt ganz bei ihm.

Da man direkt bei sogenannten „Locals“ übernachtet steht man im direktem Kontakt mit Menschen die sich in der Stadt bestens auskennen und die man bei Fragen bestens kontaktieren kann. So bekommt man schnell viele Geheimtipps, die in keinem Reiseführer zu finden sind.

Auch bei der ersten Jobsuche können die Locals sehr hilfreich sein. Schließlich arbeiten diese auch in der Stadt und Umgebung und haben somit direkten Kontakt zur Welt der Arbeit.

Arbeit

Um nicht direkt auf Arbeit im fremden Land angewiesen zu sein, ist es sehr ratsam in Deutschland schon etwas zu arbeiten bevor man sich auf seine lange Reise begibt.

Interessant sind hierbei vor allem größere Firmen bei denen man Schichtarbeiten kann. So z.B. in der INA, Bosch, ZF, Festo oder auch Siemens. Hier werden die besten Stundenlöhne bezahlt. Vorteil ist, dass für jede besondere Schicht wie an Feiertagen Zuschüssen zu dem Gehalt bekommt und man so schnell an nur einem Feiertag 300 Euro verdienen kann.

Aber egal wo man arbeitet, ein kleines finanzielles Polster ist einfach sehr schön wenn man in die Fremde geht.

Deutsches Bankkonto

Eine Frage die man sich meistens erst stellt wenn es schon zu spät ist.

Bei jeder Bezahlung und bei jedem Geldabheben im Ausland muss man eine gewisse Gebühr bezahlen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, ein ausländisches Bankkonto anzulegen. Aber dazu mehr im entsprechenden Artikel.

Um sein deutsches Konto auch aus der Ferne noch verwalten zu können, ist es gut jemandem zu Hause eine Vollmacht für sein Konto zu erteilen. Hierzu eignen sich vor allem die eigenen Eltern.

Diese können somit über dieses Konto verfügen und in deinem Namen Geschäfte abschließen. So z.B. auch die Überweisung deines Geldes von dem deutschen auf dein kanadisches Konto. Die Vollmacht kann man oftmals nur in Deutschland abschließen, sodass man sich unbedingt vor Antritt der Reise mit diesem Thema befassen sollte.

Der Bevollmächtigte kann im Falle eines überzogenen Kontos direkt mit der Bank in Kontakt treten, was viel leichter und billiger ist als von Kanada mit einem Bankangestellten zu telefonieren.

Deutsche Kreditkarte

Ein wirkliches Muss.

Bedenke: in Kanada und in den USA wird fast nur noch mit der Kreditkarte bezahlt.  In vielen Hostels kann man nur mit Karte zahlen und auch die Anzahlung geschieht normalerweise per Karte. Für den Notfall du deshalb in jedem Fall eine Kreditkarte  mit etwa 500 Euro dabei haben. Dabei ist es egal ob es sich um eine MasterCard oder Visa handelt. Die Hauptsache ist, dass sie im Ausland funktioniert.

Ob man sich für eine Prepaid Kreditkart oder eine Kreditkart die mit dem eigenen Bankkonto verbunden ist entscheidet, bleibt jedem selbst überlassen. Man sollte nur sicherstellen, dass man sich ein Limit für die Bezahlvorgänge setzt. Andernfalls kann es schnell zu bösen Überraschungen kommen, die man keinem wünschen möchte. Dies ist vor allem im Falle einer gestohlenen Karte wirklich wichtig.

Passbilder

Es ist wirklich nicht schlecht ein paar aktuelle Passbilder parat zu haben. Man weiß nie bei welcher Beantragung man ein solches braucht. Außerdem ist es sehr viel leichter in Deutschland diese machen zu lassen, als in einem fremden Land.

Auch ist es nicht schlecht ein Digitales Passbild zu besitzen, welches man auf eine Bewerbung oder einen Lebenslauf setzten kann. Einfach beim Fotografen des Vertrauen nachfragen, er versteht sicher euer Anliegen und händigt euch ohne Probleme eine digitale Version aus.

Wichtige Dokumente sichern

Eine sehr zu empfehlende Absicherung ist das Einscannen aller wichtiger Unterlagen.

Einen kleinen USB Stick kann man mit Leichtigkeit überall hin mitnehmen und jeder hat heutzutage einen PC auf dem man die Inhalte anschauen und gegebenenfalls erneut ausdrucken kann. So geht man auf Nummer sicher und ist gegen Diebstahl und Verlust der Dokumente abgesichert.

Vorschläge für eine digitale Kopie:

• Ausweis

• Reisepass

• Bestätigung der Visa Bewilligung

• Kontoauszug

• Lebenslauf (am besten direkt auf Englisch)

• ein Muster für eine Bewerbung

• Bestätigung des Working Holiday Visum

• Bezahlbestätigung für das Visum

• Polizeiliches Führungszeugnis (am besten mit beglaubigter Übersetzung)

•Bestätigung der Auslandskrankenversicherung

•Internationaler Führerschein

Ist es geplant sich ein Auto in Kanada zuzulegen, so ist es ein Muss einen internationalen Führerschein zu beantragen. Ohne diesen darf man maximal 3 Monate das Auto fahren.