DSC07701 2 (1)Unsere lange Reise begann am 1. September in Frankfurt. Gebucht war ein Direktflug nach Vancouver, der uns in etwas mehr als 10 Stunden an unser Ziel bringen sollte. Schließlich kam alles anders als gedacht und die Reise verlängerte sich um knapp 35 Stunden. Aber wie kam es dazu?

Bereits im April kurz nachdem wir beide unsere Visaerlaubnis erhalten hatten, buchten wir einen Direktflug nach Vancouver. Als Fluggesellschaft kam für uns die günstige Lufthansa-Tochtergesellschaft Condor am ehesten in Frage. Bis knapp 30 Minuten vor Abflug lief alles nach Plan: wir durchliefen problemlos Sicherheitsschleuse und Check-In und waren bereit zum Boarden.

Dann die unerwartete Wendung.

Da der Flug restlos überbucht war, wurden Freiwillige gesucht die einen Tag später fliegen sollten. Als Entschädigung waren 600 Euro vorgesehen. Außerdem sollte man die Nacht in einem vier Sterne Hotel mit Abendessen und Frühstück bezahlt bekommen.

Na, was hättest du gemacht? Natürlich stimmten wir dem ganzen sofort zu, vor allem um unsere Reisekasse mit diesem leicht verdienten Geld zu füllen. Ganz so einfach wie gedacht lief die weitere Reise dann leider doch nicht ab.

Leider mussten wir noch einige Stunden am Flughafen warten, denn Condor hatte an diesem Tag mehr als nur einen Flug überbucht und so alle Hände voll zu tun allen ihre Flüge umzubuchen, die Estas zu beantragen und die Hotel- und Essenvoucher auszustellen. Während den Wartezeiten bildete sich eine kleine Gruppe an Travellern heraus, die auch nach Vancouver reisten und sich ebenfalls wegen dem finanziellen Anreiz freiwillig gemeldet hatten.

Der Rest der Reise gestaltete sich für uns durch unseren „Overbooking-Volounteering-Status“ sehr bequem. Untergebracht waren wir für die Nacht im Hotel Steigenberger Langen – einem schicken vier Sterne Hotel im englischen Stil. Das Abendessen und das Frühstück wurden reichhaltig in Büffetform serviert und der der Shuttle-Service transportierte uns zuverlässig zwischen Flughafen und Hotel.

Wir profitierten von folgenden Vorteilen:

  • 600 Euro per Überweisung oder Check
  • Hotelnacht im vier Sterne Hotel Steigenberger Langen inklusive Frühstück im Wert von 131 Euro
  • Film Premium Paket im Flugzeug (8 Euro)
  • Upgrading der Flugklasse von Economy auf Premium (etwa 100 Euro)
  • 15 Euro Essens-Voucher für alle Restaurants im Flughafen Frankfurt
  • Taxifahrt von Zielflughafen in Vancouver zur Unterkunft

Da wir jedoch keinen Direktflug hatten dauerte unsere Reise am nächsten Tag deutlich länger als gedacht. Zunächst stand uns ein 11,5 Stunden Flug nach Las Vegas bevor, dann eine 6 stündige Umsteigezeit und schließlich noch einmal ein drei stündiger Flug mit dem Condor-Partner West-Jet.

Besonders auf dem langen Flug über die USA hatten wir lange wolkenfreie Passagen auf denen sich die verschiedenen Landschaften gut aus der Vogelperspektive fotografieren ließen.IMG_0637 (2)

Am 3. September kamen wir schließlich Ortszeit 1:30 a.m. in Vancouver an und fuhren mit dem Taxi in unser Hostel in der Downtown. Dies hatten wir einige Woche früher für 7 Tage gebucht um erst einmal in der Stadt ankommen zu können. Außerdem wollten wir die Zeit für Organisatorisches wie Sozialversicherungsnummer (SIN) und Bankaccount nutzen.

Gott sei Dank konnten wir trotz der späten Uhrzeit noch einchecken und uns nach mehr als 50 Stunden Reise endlich richtig ausruhen.

Der nächste Blogeintrag kommt in einer Woche und handelt von unseren ersten Erfahrungen und Erlebnissen in und um Vancouver. Bis dann!