The Great Wide North

Work & Travel Kanada

Ankommen: die ersten Tage in Vancouver

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Vancouver soll ja bekanntlich eine der schönsten Städte der Welt sein. Das besondere Flair erreicht die Stadt durch die Verschmelzung von Meer, Bergen und Natur mit einer modernen multikulturellen Metropole. Doch wie fühlt es sich an, in dieser besonderen Stadt als Reisender anzukommen? Was erlebt man?

Wie erkundet man am besten eine unbekannte Stadt? 

Unsere Antwort: Man packt seine Kamera und etwas Proviant ein und läuft drauf los. Auf diese Art und Weise lässt sich besonders die Downtown von Vancouver gut erkunden. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sind auf der Halbinsel untergebracht, die durch die Meeresarme deutlich von den Vororten getrennt ist.

Die meisten unserer Tagestouren begannen mit einem Spaziergang auf dem Seawalk. Dieser Weg führt rund um die Downtown-Halbinsel und wird von vielen Vancouverites für Sportaktivitäten und Entspannung genutzt.

Für jeden Tag hatten wir uns aber auch ein bis zwei Sehenswürdigkeiten herausgesucht, die wir meist am Nachmittag ansteuerten. Dazu zählten:

  • Canada Place: großes modernes Gebäude, an dem die riesenhaften Kreuzfahrtschiffe anlegen; auf dem Canada Walk wird die Geschichte des Landes erklärt

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  • Chinatown: ganz im Osten gelegener, ärmerer Stadtteil, wo es in zahlreichen asiatischen Geschäftchen jede Menge sonderbare Lebensmittel zu kaufen gibt
  • Yaletown: Wohngegend der Schönen und Reichen ganz im Süden der Stadt; geprägt durch die zahlreichen Glas-Stahl-Wohntürme

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  • Stanley Park: auf einer separaten Halbinsel gelegener, riesiger und naturbelassener Park, der den Einwohnern Vancouvers zum Sport und zur Entspannung dient
  • Gastown: ältestes Stadtviertel mit vielen Backsteingebäuden, in denen sich Pubs, Kneipen und Designerläden niedergelassen haben

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  • Granville Island: Insel auf der sich zahlreiche Kunstgalerien, Restaurants und der berühmte Public Market wiederfinden
  • Westend: Wohngegend der Mittelschicht, wo sich die schönsten und belebtesten Strände der Stadt befinden
  • Public Library: öffentliche Bücherei, die imposant in der Form des Kolloseums gebaut wurde

Einen ganz besonderen Ausflug machten wir auf den Hausberg der Stadt –  den Grouse Mountain. Auf dem sogenannten Grouse Grind kann man in etwa einer Stunde die 850 Höhenmeter überwinden und wird mit einer herrlichen Aussicht über die Bucht in der die Stadt Vancouver liegt belohnt.

Hier konnten wir auch die erste Bekanntschaft mit Grizzlys machen. Gott sei Dank waren die riesenhaften Bären hinter einem dicken Stromzaun in einem kleinen Reservat untergebracht.

Andere Länder andere Sitten

Die kulturellen Unterschiede und die andere Mentalität der Menschen in Kanada war bereits in der ersten Woche nicht zu übersehen. Die Freundlichkeit, die einem hier überall entgegengebracht wird fiel uns sofort am ersten Tag auf. Ein junger Mann, den wir im Flugzeug kennen gelernt hatten, nahm uns in seinem Taxi mit in die Downtown und lehnte eine Beteiligung an den Fahrtkosten unsererseits vehement ab.

Auch das Busfahren war für uns ein besonderes Erlebnis. Um pünktlich in die Downtown zu gelangen trafen wir ungefähr 10 min vor der Busabfahrt an der Haltestelle ein. Pünktlich in der Stadt waren wir trotzdem nicht, denn der Bus mit unserer Nummer fuhr an der Haltestelle ohne anzuhalten vorbei. So mussten wir auf schmerzliche Weise lernen, dass man den Busfahrern ein Zeichen zum Anhalten geben muss, wenn man mitfahren möchte. Außerdem geben kanadische Busfahrer kein Rückgeld. Wenn man nicht zu viel zahlen möchte, muss man den Fahrscheinpreis passend dabei haben.

Das Verhalten der Fahrgäste im Bus spiegelt auch die andere Mentalität wieder. Jede Person die den Bus verlässt ruft dem Busfahrer ein freundliches Danke zu, selbst wenn der Gast ganz hinten im Bus aussteigt.

Leben im Hostel

Während unseres Vancouver-Aufenthalts waren wir im HI-Hostel Downtown untergebracht. Die Hi-Hostels sind in ganz Kanada zu finden und in etwa mit den deutschen Jugendherbergen zu vergleichen. Allerdings trifft man längst nicht nur Jugendliche an. Die Hostels werden von Reisenden aus aller Welt als günstige Alternative zu Hotels genutzt. So begegneten wir neben  den zahlreichen deutschen Work & Travelern auch Reisende aus Mexiko, Japan und Norwegen. Beim einfachen Frühstück entstanden so interessante Gespräche, in denen wir uns zahlreiche Tipps bezüglich Vancouver und Umgebung einholen konnten.

 

Nach dem etwa einwöchigen Aufenthalt in Vancouver werden wir nun nach Vancouver Island weiterziehen. Dort erhoffen wir uns das „Canadian Wildlife“ zu erleben und die besonderen Städte Tofino, Victoria und Port Hardy zu entdecken.

Davon berichten wir in etwa zwei Wochen.

Viele Grüße aus dem „Great Wide North“.

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Keine Angst vor Bären!

  1. Bärbel Britten

    Hallo, ihr zwei! Danke für die ausführlichen und sehr anschaulichen Berichte.
    Ich freue mich mit euch, und bin froh, so schnell und unkompliziert und anschaulich
    eure Reise und Erlebnisse mitzuerleben. Sicher werden es mit der Zeit weniger, wenn erst einmal der „Alltag“ einkehrt. Aber viele guten Wünsche gehen mit euch, und ich freue mich, auf diese Weise an euerm Trip teil zu haben. Viel Glück Oma Bärbel

  2. Dumas Jean-Pierre

    Un petit bonjour de Longchamp sur Aujon (France) où nous sommes avec un couple perdu. Le Monsieur se prénomme Franck, et la Dame Elke…
    Quel beau voyage !
    Je t’embrasse.
    Jean-Pierre.

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